Abschied von Herrn Diakon i. R. Anton Stehle

Mit diesen Zeilen sagt die Pfarrei St. Peter ein herzliches Vergelt’s Gott für das Leben von Diakon Anton Stehle als überzeugtem Christ.

Msgr. Gottfried Fellner sagt: Anton war mir ein treuer und zuverlässiger Weggefährte in langen Jahren meiner Dillinger Zeit. Er hat mir in vielen schwierigen Situationen nüchtern und wegweisend geholfen. Viele gemeinsame Projekte haben wir bewältigen können. Niemals verlor er seinen Humor und seinen nüchtern, kaufmännisch geprägten Verstand!

Basilikamesner Klaus Probst schreibt über ihn: Schon als Ministrant mit der Liturgie und dem Kirchenraum verbunden, entschied er sich 1951, den Mesnerdienst zu übernehmen – als damals jüngster hauptamtlicher Mesner deutschlandweit.

Ein weiteres Ausrufezeichen setzte Anton Stehle 1969. Als die Tradition der verheiraten Diakone nach 1000 Jahren in der Diözese Augsburg wiederbelebt wurde, war er im ersten Weihejahrgang. Sein Mesneramt gab er 1973 ab und war fortan bis 1998 in Vollzeit-Tätigkeit Diakon in St. Peter. Packende, fortschrittliche Predigten zeichneten ihn aus, Krankenbesuche, Seniorennachmittage, Wallfahrten und viele Beerdigungen gehörten zu seinen Aufgaben. Bei seinen letzten Trauerfeiern sagte er immer wieder: „Ich habe schon eine ganze Stadt beerdigt.“
42 Jahre lang war er bis 2006 auch Kirchenpfleger. So lange er konnte, schaute er bei seinem fast täglichen Stadtrundgang auch im Pfarrbüro vorbei und ließ sich über Neuigkeiten unterrichten. Auch als er das Haus nicht mehr verlassen konnte, freute er sich über Besuche aus der Pfarrei und zeigte sich nach wie vor interessiert. Viele schätzen seine geradlinige, bisweilen auch sehr bestimmende Art, die immer mit markanten Sprüchen und einem Schuss Humor gepaart war.

Diakon Xaver Käser, Vorsitzender der "Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) im Kreis Dillingen e.V.", würdigt ihn:
Anton Stehle hat 1950 das "Katholische Bildungswerk mitgegründet, die Vorgängerorganisation der 1974 gegründeten KEB. Im Laufe seiner 58jährigen Tätigkeit hat er die KEB in verschiedenen Funktionen geprägt, als Kassenprüfer, als Beirat, und von 1991 bis 2008 als Vorstandsmitglied. Mit seinem Engagement in der Seniorenarbeit mit regelmäßigen Seniorennachmittagen und Seniorenwochen hat er bayernweit Maßstäbe gesetzt. Als gefragter Reiseleiter beim
Bayerischen Pilgerbüro hat er die halbe Welt bereist und seine Reiseeindrücke in unzähligen Vorträgen weitergegeben. Herr Stehle hat sich um die KEB mehr als verdient gemacht. Wir werden ihm ein ehrendes Gedenken bewahren.

Pfarrer Wolfgang Schneck erinnert sich: Ich selbst habe ihn vor 8 Jahren bei meinem Kommen kennen lernen dürfen und habe mich gefreut, dass auch unsere Kapläne und Pastoralpraktikanten durch seine Erzählungen und sein
Beispiel den Stand des Diakons positiv gespiegelt bekamen. Bei mehreren Besuchen haben wir auch über den Tod gesprochen und über das Glück danach. Er sagte: „Für mi brauchts a mal nix“ und verfügte, dass alles sehr einfach von statten gehen soll, dass die Leute ihr Geld lieber für die Renovierung der Basilika spenden sollen, statt für Nachrufe und Blumen. Ich wünsche ihm in unser aller Namen von Herzen viel Freude im Himmel und dass wir uns einmal wiedersehen.

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