Katholischer Akademikerkreis

Dem Kath. Akademikerkreis Dillingen ist es seit bald 40 Jahren ein Anliegen, die akademische Tradition in Form von Veranstaltungen im Bereich gehobener religiöser Erwachsenenbildung in ökumenischer Offenheit im Landkreis Dillingen weiterleben zu lassen – für ein breites Publikum.

 

Der Kreis geht zurück auf die einstige Philosophisch-Theologische Hochschule Dillingen, die wiederum in der Nachfolge der ehem. Jesuiten-Universität (1551-1803) stand. Nach der Eingliederung der PTH Dillingen 1971 in die Universität Augsburg wurde der Kath. Akademikerkreis nach kurzer Unterbrechung von Prof. h.c. Ludwig Häring wiederbegründet. Bis zum Frühjahr 2014 oblag ihm die Leitung des Kreises und die Gestaltung des Jahresprogramms.

Heute stehen dem Akademikerkreis Dr. Walter Ansbacher und Dipl.-Theol. René Brugger vor. Während früher die Veranstaltungen in der Aula der Akademie stattfanden und stark von Lehrern frequentiert waren, die sich zur Fortbildung in Dillingen aufhielten, werden heute die Vorträge von zahlreichen Interessierten aller Altersgruppen aus der Stadt und dem Umland besucht.

Bei Interesse senden wir Ihnen gerne das Jahresprogramm kostenlos zu.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladeKath. Akademikerkreis Dillingen a. d. Donau - Jahresprogramm 2017


Montag, 23. Januar 2017, 19.30 Uhr, Pfarrzentrum St. Peter Dillingen, Faustussaal

Freundschaft mit Jesus Christus: Grundzüge einer Spiritualität für unsere Zeit

Gibt es belastbare Beziehungen im Glauben und in der Ökumene? Die Person Jesu kann Menschen verbinden, wenn aus der persönlichen Beziehung zu Jesus eine Offenheit für den Nächsten sich entwickelt. Dann kann es geschehen, dass sich die Beziehung zu Jesus noch einmal vertieft und sich ein neuer geistlicher Raum unter Menschen entwickelt, der dann sich belastbar erweist zum gemeinsamen Dienst an vielen. Die beiden Referenten zeigen mögliche Zugänge sowie mögliche Wirkungen dieser Freundschaft.

Referenten: Dr. Wilfried Hagemann, Buchautor und Leiter des Zentrums für Spiritualität im Ökumenischen Lebenszentrum Ottmaring; BGR Wolfgang Schneck, Ltd. Pfarrer der PG Dillingen

Eintritt: 4,00 Euro bzw. Jahreskarte – Schüler/Studenten frei

Buchverkauf


Montag, 06. März 2017, 19.30 Uhr, Stadtsaal am Kolpingplatz

500 Jahre Reformation – Lutherjahr I

Ökumenische Veranstaltung in Kooperation mit der Ev.-Luth. Katharinengemeinde Dillingen zum Thema Reform und Reformation – eine ökumenische Perspektive für das Lutherjahr 2017.

Oder:  Haben wir ökumenisch im Jahr 2017 etwas zu feiern?

Im Jahr 2017 feiern die Evangelischen 500 Jahre Reformation. Aber haben sie über-haupt etwas zu feiern? Angesichts der Folgen der Reformation (Spaltung der Kirche, Konfessionskriege mit zigtausend Toten) eineberechtigte Frage. Auf der anderen Seite: Muss nicht auch die Katholische Kirche froh sein darüber, dass in der Reformation das Evangelium neu entdeckt wurde? Welche Folgen hat dieses Datum 2017 für dieWeiterentwicklung der Ökumene?

Referent: Landesbischof i.R. Dr. Johannes Friedrich, ehem. Leitender Bischof der Lutherischen Kirchen Deutschlands (VELKD) sowie deren Catholica-Beauftragter

Eintritt: 4,00 Euro bzw. Jahreskarte – Schüler/Studenten frei


Mittwoch (!), 15. März 2017, 19.30 Uhr, Saal der Kreis- und Stadtsparkasse Dillingen (Eingang Lammstr. 14)

500 Jahre Reformation – Lutherjahr II

Veranstaltung in Kooperation mit der Buchhandlung Brenner Dillingen

Lesung und Gespräch: Der rebellische Mönch, die entlaufene Nonne und der größte Bestseller aller Zeiten

Am 31. Oktober 2017 jährt sich zum 500. Mal die Veröffentlichung der 95 Thesen Martin Luthers. Im Buch „Der rebellische Mönch, die entlaufene Nonne und der größte Bestseller aller Zeiten“ begibt sich Christian Nürnberger auf die Spuren jenes Mannes, der zunächst Mönch und dann radikaler Reformer wurde. Was musste passieren, dass er zum Ketzer wurde und sich mit dem Papst anlegte? An diesem Abend wird der Blick nicht nur auf Martin Luther und dessen Überzeugungen gerichtet, welche die gesamte damalige Welt zum Wanken brachten. Es wird auch gefragt, wie Luthers Thesen ins Heute übersetzt werden können und überprüft, inwieweit sein Wirken und Schaffen für uns Gültigkeit hat. Die bekannte ZDF-Moderatorin Petra Gerster ("heute", ZDF) richtet ihren Blick auf Martin Luthers Ehefrau, Katharina von Bora, die aus ihrem Kloster floh und sich in den Kopf gesetzt hatte, Martin Luther oder sonst keinen zu heiraten...

Referenten: Christian Nürnberger (Journalist und Publizist) mit Ehefrau Petra Gerster (Journalistin und ZDF-Fernsehmoderatorin)

Eintritt: 4,00 Euro bzw. Jahreskarte – Schüler/Studenten frei (à Karten bei Bücher Brenner ab 20.02.17 abholbar!)

mit freundlicher Unterstützung durch die Kreis- und Stadtsparkasse Dillingen


Freitag (!), 15. September 2017, 19.30 Uhr, Großer Festsaal im Dillinger Schloss

Festakt in Kooperation mit der Stadt Dillingen und dem Histor. Verein Dillingen

300 Jahre Johann Michael Fischer (1717-1801) – der  Höhepunkt der Dillinger Bildhauerkunst im Rokoko

Ein aus Veitshöchheim stammender junger Mann sollte im Laufe des 18. Jh. zu einem der wichtigsten Bildhauer Bayerisch-Schwabens aufsteigen: Als Johann Michael Fischer 1744 nach Dillingen kam und die Werkstatt Stephan Luidls übernahm, waren für ihn die besten Bedingungen gegeben, um sich als Künstlerpersönlichkeit stetig entfalten zu können. Als Eingeheirateter entwickelte er sich nicht nur zu einem der bedeutendsten Künstler, sondern war zugleich Bürger und Mitglied des Rates der Stadt Dillingen. Fischer markierte mit seinem Schaffen weit über Dillingen hinaus nicht nur den Höhepunkt, sondern gleichzeitig auch das Ende der alten Dillinger Bildhauertradition. Wer war dieser „Franke im Schwäbischen Rom“, dessen Werke wir heute noch bewundern? Der Referent ist einer der besten Kenner der Person und des Schaffens J. M. Fischers. Er wird in seinem Vortrag dessen Herkunft, Prägung und sein künstlerisches Wirken darstellen.

Referent: Kunsthistoriker Dr. Benno C. Gantner, Starnberg

Eintritt frei / Buchverkauf


Samstag, 16. September 2017, 9.00 Uhr bis ca. 16.00 Uhr

Tagesexkursion in Kooperation mit der VHS Dillingen

„Zum 300. Geburtstag des Johann Michael Fischer: auf den Spuren des Dillinger Bildhauers“   

Um Fischers persönlichen Stil und seine stilistischen Eigenarten besser kennenzulernen, kommt man nicht umhin, sein weit über Schwaben verstreutes Œuvre an Einzelbeispielen zu studieren. Die Tagesfahrt führt nach einem Besuch der schwäbisch-barocken Landkirche Waldkirch (Lkr. Dillingen) weiter zu einem Hauptwerk Fischers im ehem. Damenstift Edelstetten (Lkr. Günzburg). Nach dem Mittagessen bildet eine Führung in der ehem. Klosterkirche Oberelchingen (Lkr. Neu-Ulm) den Abschluss der Studienfahrt; dort ist in Fischers Werken bereits der Wandel hin zum Klassizismus zu erkennen.

Referent: Dr. Benno Gantner

Kosten: 28 Euro regulär bzw. 21 Euro für Jahreskartenbesitzer des Kath. Akademikerkreises (zuzüglich Mittagessen) p. P.

Teilnehmer: mind. 20 – max. 45

Anmeldung nur über die VHS Dillingen:

Online unter: www.vhs-dlg.de (Sie sind sofort eingebucht!)

Telefonisch unter: 09071/54-108 oder 54-109

Schriftlich oder per Mail mit Angabe von Name, Adresse, Telefon und Bankdaten (vhs@dillingen-donau.de)

Persönlich: im Bürgerbüro im Rathaus


Montag, 09. Oktober 2017, 19.30 Uhr, Ort: Saal der Kreis- und Stadtsparkasse Dillingen (Eingang Lammstr. 14)

Wie Armut wirksam bekämpfen?

Alleinerziehende, Rentner, „Bildungsverlierer“ – sie gehören zu den armutsgefährdeten Gruppen in unserer Gesellschaft. Die Armut in Deutschland nehme zu, konstatieren Sozialverbände. Doch ab wann gilt jemand in unserer Gesellschaft als „arm“? Und wodurch kann diesem Problem wirksam begegnet werden? Der Referent des Abends hat 2016 ein vielbeachtetes Buch vorgelegt, in dem er gängige Deutungen hinterfragt. Er behauptet: „Folgenlose Empörung hilft den Armen nicht. Wer Armen helfen will, muss die Lebenslagen der einzelnen Risikogruppen genau in den Blick nehmen. Wir dürfen die Grundsicherung nicht diskreditieren, sondern müssen sie weiter-entwickeln. So wichtig materielle Hilfen sind, Armutsbekämpfung darf sich darin nicht erschöpfen. Es muss gelingen, den Sozialstaat so weiterzuentwickeln, dass er besser als heute Notlagen vorbeugen kann.“

Referent: Prof. Dr. Georg Cremer, Freiburg i. Br., Generalsekretär des Deutschen Caritasverbandes, Professor für Volkswirtschaftslehre

Eintritt: 4,00 Euro bzw. Jahreskarte – Schüler/Studenten frei

Buchverkauf


27. November  2017, 19.30 Uhr, Großer Festsaal im Dillinger Schloss

„In Deutschland angekommen“: Jüdisches Leben in der Gegenwart

Dr. Charlotte Knobloch: Kaum eine andere Person des öffentlichen Lebens in Deutschland steht so sehr wie sie für die Rückkehr der Jüdischen Gemeinschaft in die Mitte unserer Gesellschaft. Mit der Fertigstellung des Jüdischen Gemeindezentrums und der Synagoge „Ohel Jakob“ im Herzen Münchens im Jahr 2006 ist ihr Lebenstraum in Erfüllung gegangen. Wie leben unsere jüdischen Mitbürger heute, 70 Jahre nach dem Holocaust, in Deutschland? Kann angesichts der Notwendigkeit, dass jüdische Einrichtungen nach wie vor bewacht werden müssen, von „Normalität“ gesprochen werden? Mit welchen Herausforderungen ist die Jüdische Gemeinschaft aktuell konfrontiert?

Im Zweiten Vatikanischen Konzil hat sich die römisch-katholische Kirche gegenüber dem Judentumneu positioniert: Fortan sollen der interreligiöse Dialog sowie gegen-seitige Kenntnis und Wertschätzung unser Verhältnis bestimmen. Der Abend ist eine Einladung zu einer Begegnung in diesem Sinne mit einer herausragenden Persönlichkeit unserer Zeit.

Referentin: Dr. h.c. Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, ehem. Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Commissioner for Holocaust Memory des World Jewish Congress

Eintritt: 4,00 Euro bzw. Jahreskarte – Schüler/Studenten frei

Buchverkauf