Basilika St. Peter

Aufgrund von Sanierungsarbeiten ist die Basilika St. Peter derzeit geschlossen.

Die Basilika St. Peter nimmt unter den vielen künstlerischen hervorragenden Bauten und Denkmälern der Stadt Dillingen die zentrale kirchliche Stellung ein.

 

Sie ist

  • zweite Kathedrale des Bistums, Weihe- und Grabkirche Augsburger Bischöfe
  • Weihekirche vieler Priestergenerationen
  • Tagungsstätte mehrerer Diözesansynoden

In ihrer Ausstattung und bildnerischen Aussage führt sie hin zum Wesensgeheimnis christlicher Botschaft: "Te Deum Laudamus", begründet im Apostolischen Glaubensbekenntnis: "Credo in unum Deum, vorbildhaft verwirklicht in den dargestellten Gestalten des Glaubens wie Maria, der Gottesmutter, der Apostel und vieler Heiliger.

Der Grundriss in Kreuzform zeigt eine einschiffige nach Osten gerichtete Wandpfeileranlage, ursprünglich als Hallenkirche konzipiert, deren Freipfeiler nahe an die Wand gerückt sind. Aus statischen Gründen wurden die ursprünglichen freistehenden Pfeiler 1643/44 zu Wandpfeilern vermauert. Höhe, Länge und Breite haben kathedralartige Ausmasse: Höhe 22,3 m, Länge 54,8m, Breite 22m. Baumeister war Hans Alberthal (*1575/+1657).

Die Zeittafel am Ende der Seite soll einen kurzen Überblick über die Geschichte der Pfarrei und der Basilika St. Peter geben.

8./9. Jh. Entstehung der Pfarrkirche St. Martin in Oberdillingen bei der Oberen Quelle
um 950 Bau der ersten Dillinger Burg
973 Ulrich zu Besuch bei seinem Neffen Richwin im "castellum Dilinga"
um 990 erste Erwähnung des Ortsnamens Dilinga in der Ulrichsvita
1200-1250 Dillingen wird Stadt
um 1230 Bau einer romanischen Kirche St. Peter mit Turm am jetzigen Basilikaplatz
um 1250 St. Peter wird selbständige Pfarrei
1258 Graf Hartmann V. von Dillingen, Bischof von Augsburg, übereignet Burg und Stadt Dillingen dem Hochstift Augsburg
14.Jh. Friedhof bei St. Peter angelegt, bestand bis etwa 1800
um 1430 gotischer Neubau der St.-Peters-Kirche mit gotischem Turm, ebenfalls am Kirchplatz
1486 Friedrich von Zollern wird in St. Peter zum Bischof geweiht
1498 Kollegialstift St. Peter errichtet (Kollegium von Geistlichen an einer bedeutenden Kirche, die nicht Bischofskirche ist), bis 1803
seit 15.Jh. Dillingen wird Regierungssitz für das hochstiftisch-augsburgische Gebiet und Residenzstadt
1517 Christoph von Stadion wird in St. Peter zum Bischof geweiht
1543 Christoph von Stadion wird in St. Peter beigesetzt
1543-1573 Kardinal Otto Truchseß von Waldburg, Fürstbischof von Augsburg, Gründer der Universität Dillingen
1610-1617 Bau der Universitäts- und Jesuitenkirche, der heutigen Studienkirche
1619-1628 Neubau der Pfarrkirche St. Peter durch Hofbaumeister Alberthal
1632-1634 Besetzung der Stadt durch die Schweden im Dreißigjährigen Krieg
1643 Sanierung der neuen Kirche nach den Verwüstungen des Krieges
1669 Erhöhung des gotischen Turms durch David Motzardt, Maurermeister aus Augsburg, dem Ururgroßvater von W.A. Mozart
1733 Anbau der Erasmuskapelle an der Nordseite von St. Peter
1734/35 Ausmalung und Stukkierung der Kiche in ihrer heutigen Form
1828 Zurücknahme der Seitenemporen zu Laufgängen, Abbruch des Kreuzesaltars unter dem Triumphbogen. Aufstellung der Mariensäule auf dem Kirchplatz
1874 Restaurierung
1894 Einbau von farbigen Glasfenstern (1970 entfernt)
1906 Neugestaltung des Kirchplatzes
1933-1935 Restaurierung
1970-1972 Restaurierung
1978 Bau der neuen Sandtner-Orgel
1979 Erhebung der Basilika minor durch Papst Johannes Paul II.
1986 Neugestaltung und Pflasterung des Kirchplatzes
1988 Außenrenovierung der Basilika
1988 Restaurierung der Grabmale
1990 Restaurierung der Sakristei und Silberkammer

2000

2006

Neugestaltung des Taufbeckens

Renovierung und Erweiterung der Sandtner-Orgel


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